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Erfolgsgeschichte Von Hof aus in ganz Europa unterwegs

25.8.2026

 Dirk Müller August 25, 2026

Hier wird so ziemlich alles von A nach B bewegt, was mittels Europaletten, aber auch in größerenMaßstäben transportiert werden kann – und das sehr erfolgreich: Die Firma steht beispielhaft für einregionales Unternehmen, das eine Erfolgsgeschichte schreibt, die in der Speditionsbrancheihresgleichen sucht.

Gründung in Hof

Alles begann im September 2012: Hannes Hofmann und Christopher Kranholdt, beide ausgebildeteSpeditionskaufleute und bereits berufserfahren, starten in einem kleinen Bürogebäude in derHügelstraße in Hof ihr Unternehmen. Ihr Angebot damals wie heute: Organisation und Durchführungvon Lkw-Transporten fast aller Art. FME kümmert sich um die benötigten Fahrzeuge und stelltAbholung, Transport und die Übergabe der Ware am Zielort sicher. Europaweit und direkt, also ohneZwischenstationen. „Wir konnten einige Kontakte aus unseren vorigen Angestelltenjobs nutzen unddadurch schon im zweiten Monat alle Kosten decken“, blickt Speditionsleiter und ProkuristChristopher Kranholdt zurück.

Vier Standorte

Von da an ging es immer weiter bergauf; heute zählt FME insgesamt 85 Mitarbeiter an den vierStandorten Hof, Thörey am Erfurter Kreuz, Frechen bei Köln sowie Dortmund. Die jährliche Anzahlabgewickelter Transporte liege mittlerweile bei rund 60.000, das Umsatzziel für das laufende Jahr bei 60 Millionen Euro. Noch im ersten Quartal 2027 soll im spanischen Valencia der ersteAuslandsstandort eröffnet werden.

„Unsere Stärke ist neben der Verlässlichkeit die Schnelligkeit: 80 Prozent der heutigen Aufträge sindmorgen erledigt, 20 Prozent noch am selben Tag“, berichtet Christopher Kranholdt. „Und unserAngebot ist in aller Regel 15 Minuten nach der Anfrage erstellt.“ Und die Fahrzeuge mitsamtFahrern? Eine eigene „Flotte“ unterhält FME nicht, dafür hat das Unternehmen einen Partnerpool mitmehr als 1000 Lastwagen aufgebaut und übernimmt dabei jeweils die Logistik und dieorganisatorische Verantwortung. „Wir haften in der Transportkette“, erklärt Kranholdt. Dasunterscheide auch ohne eigenen Fuhrpark eine echte Spedition von einem reinen Vermittler.

Die Riege möglicher Kunden ist riesig: „Wir liefern Konsumgüter aus der Lebensmittelbrancheebenso wie Auto- oder Elektroteile bis hin zu übergroßen Betonfertigteilen und industriellenSchwerlast-Großbauteilen“, schildert Angela Neumeister, Niederlassungsleiterin in Hof undVertriebsleiterin der FME-Gruppe.

Aktiv anfragen

Wichtig sei über die Stammkundschaft hinaus die Akquise – aktives Anfragen in unterschiedlichstenBranchen, ob Interesse beziehungsweise Bedarf an Frachtangeboten bestehe. „Es ist ja so, dass dieallermeisten Unternehmen, die etwas herstellen, heute keine eigene Fahrzeugflotte mehr besitzen“,erklärt Christopher Kranholdt; entsprechend hoch sei der Transportbedarf. Die einzige Ausnahme inHochfranken sei ein bekannter Bio-Großhändler, der viel Sonder- und Tiefkühlware ausliefere.

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Und die Deutsche Bahn gräbt dem Güterverkehr auf der Straße nicht das Wasser ab? Da können dieFME-Verantwortlichen nur lächeln. Der Schienenverkehr sei viel unflexibler, brauche viel länger undsei daher keine Konkurrenz zur Straße. Unter Umweltaspekten gehört also eher der E-Mobilität dieZukunft? „Ja, das dauert aber noch“, stellt Christopher Kranholdt klar. Seine Prognose: „Ab 2030werden sich Ladetempo, Ladereichweite und die Anzahl der Ladestationen so erhöhen, dass es auchim Lkw-Bereich zu einem allmählichen Umstieg kommen wird.“ Ein Problem seien zurzeit noch dieKosten, denn während ein Diesel-Lkw im Schnitt bei einem Anschaffungspreis von etwa 100.000Euro liege, koste ein Elektro-Lkw gut das Dreifache. „Aber auch da tut sich was, die Preise werdensich allmählich anpassen.“

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Adressiert an die Bundesregierung äußert man bei FME den Wunsch, für mehr Investitionen imStraßenverkehr zu sorgen, auch durch mehr Rastplätze und Rastanlagen. „Auf der A 73 zwischenNürnberg und Suhl gibt es keine einzige Tank- und Rastanlage“, nennt Christopher Kranholdt einBeispiel. Hier werde viel zu wenig an die Fahrer gedacht. Ein großes Problem sei der Fahrerbestand, der dem Bedarf weit hinterherhinke: „Allein inDeutschland fehlen mehr als 100.000 Lkw-Fahrer, europaweit gut 500.000“, zeichnet Kranholdt eindramatisches Bild. „Ohne die osteuropäischen Fahrer, die bei Transporten von und nach Deutschlandbereits in jedem zweiten Lkw am Lenkrad sitzen, hätten wir hierzulande echteVersorgungsengpässe.“

Was könnte Abhilfe schaffen? Angela Neumeister und Christopher Kranholdt haben Ideen wie diese:Warum nicht ein Berufsbild schaffen, bei dem die Kraftfahrerausbildung mit Lagerlogistik undkaufmännischen Elementen verknüpft wird? „Wir haben gute Kontakte zur Hofer Fach- undBerufsoberschule, da werden wir die Idee mal anbringen.“ Generell sei es wichtig, das Ansehen desFahrerberufs zu erhöhen – auch durch einen respektvollen Umgangston, was leider keineSelbstverständlichkeit mehr sei.

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Gegenseitiger Respekt, Wertschätzung und ein verantwortungsvoller, kollegialer Umgangmiteinander: Diese Werte werden bei FME hochgehalten – die Top-Bewertungen bei Google und demArbeitnehmerportal kununu sowie auch die Auszeichnungen durch das Wirtschaftsmagazin FocusBusiness als „Top-Arbeitgeber“ beweisen es. „Wir pflegen hier eine Startup-ähnliche Mentalität mitflachen Hierarchien. In der Mittagspausen kann man kickern, Billard oder Dart spielen. Gratis-Getränke plus wöchentlichem Bio-Obstkorb gibt’s auch“, berichtet Christopher Kranholdt.

Vom Azubi zur Führungskraft

„Wir bieten ein Eins-zu-eins-Coaching, eine eigene Trainingsakademie sowie flexible,familienfreundliche Arbeitszeiten“, erklärt Angela Neumeister und ergänzt: „Bei FME ist noch keineeinzige Führungskraft von außen gekommen, alle sind hier gewachsen. Ich habe 2014 angefangenund verantworte heute den Standort Hof und den Vertrieb der gesamten Gruppe. Wer bei uns alsAzubi beginnt und seine Sache gut macht, kann in wenigen Jahren Verantwortung übernehmen.“ 

Hier geht’s zum vollständigen Artikel: https://www.frankenpost.de/inhalt.erfolgsgeschichte-von-hof-aus-in-ganz-europa-unterwegs.96e5f359-e61e-44c9-9bed-cba6330be5ee.html